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Abschlussbericht unserer Tour

„Ich dachte, das wäre nur ein Traum von dir!“

Ganz erstaunt schaute mich mein Kumpel an, als ich ihm von meinem Vorhaben erzählte. Ich antwortete: „Träume sind dazu da, verwirklicht zu werden.“

Zugegeben, ich hatte diesen Traum schon lange und glaubte manchmal selbst nicht mehr daran, aber jetzt ist es endlich so weit: Mein Traum geht in Erfüllung. Ich sitze im Flieger nach Afrika und hoffe, an alles gedacht zu haben.

Ich bin der Planer, der Organisator der Reise und habe die Verantwortung für insgesamt dreizehn Teilnehmer.

Mein Traum ist es, einen Missionseinsatz auf Motorrädern durch Namibia zu machen, um Aufmerksamkeit auf das Thema HIV und AIDS in Afrika zu lenken, Spenden für AIDS-Waisen zu „erfahren“ und den Aids-Waisen zu zeigen, dass Sie geliebt sind und sie Gott am Herzen liegen.

"In Afrika sterben täglich immer noch über 2500 Menschen an den Folgen von AIDS – das Resultat sind über 14,5 Millionen AIDS-Waisen. Diesen Kindern möchten wir mit dieser Tour helfen."

Auf der insgesamt 2400 Kilometer langen zweiwöchigen Tour, größtenteils über Schotterpisten durch die Wüste Namibias, möchte das Team einige Einrichtungen der Organisation Christ’s Hope International besuchen, in denen sich um Kinder gekümmert wird, die von HIV und AIDS betroffen sind. Wir möchten die Arbeit vor Ort sowie die Kinder und deren Familien kennenlernen.

Soweit die Theorie, aber schon schnell müssen wir feststellen, dass die Praxis sehr viel herausfordernder ist.

Nachdem sich das ganze Team in Okahandja in Namibia eingefunden hat, machen wir unsere Motorräder für die Reise fertig. Da alle heiß darauf sind auf die Piste zu kommen und keiner Lust auf Teerstraße hat, haben wir uns für eine kleine Seitenstraße entschieden, die uns über Groß Barmen nach Karibib führen soll.

Eine sehr lehrreiche Entscheidung, wie wir schnell feststellen. Nach den ersten ungewohnten Kilometern auf Schotter – die meisten von uns sind vorher noch nie Schotterpiste gefahren – machen wir Bekanntschaft mit dem ersten ca. zwanzig Meter langen Sandloch. Ich fahre voraus und schaffe es irgendwie auf die andere Seite. Noch leicht schockiert von dieser Erfahrung sehe ich im Rückspiegel, wie der Fahrer hinter mir stürzt. Das fängt ja gut an, denke ich. Die größte Verletzung trägt zum Glück nur sein Ego davon. Es soll nicht der letzte Umfaller des Tages sein. Nach und nach macht fast jeder der Fahrer diese Erfahrung und wir brauchen für achtzig Kilometer über vier Stunden. Während dieser ersten hundert Kilometer lernen wir eine Menge, unsere Fahrtechnik verbessert sich erheblich und wir bekommen etwas Übung darin, die Maschinen auf Sand, Schotter und Wasser zu beherrschen. An diesem ersten Tag fahren wir noch weiter über die Spitzkoppe, das Matterhorn Namibias, bis nach Henties Bay. Die Spitzkoppe und die Felsgebilde sind großartig. Gerne würde ich hier noch länger bleiben, um zu wandern und die Gegend zu erforschen.

Die nächsten Tage verbringen wir in Swakopmund. Dort haben wir mehrmals die Möglichkeit, in Kirchengemeinden über die Arbeit unter den AIDS-Waisen zu sprechen. Außerdem treffen wir auch einige Biker, die uns zur sogenannten Mondlandschaft in der Nähe mitnehmen – eine echt tolle Off-Road-Erfahrung für uns.

Von dort geht es weiter Richtung Sossusvlei, dem seltenen Ostwind aus der Wüste entgegen, der uns mit heißen 50 Grad entgegenbläst. Ich komme mir vor, als ob ich sandgestrahlt werde. So eine Erfahrung möchte ich so schnell nicht nochmal machen müssen. Mit jeder Minute dehydrieren wir mehr.

Kurz nach einem unserer regelmäßigen Trink-Stopps passiert es dann. Ich drossle aufgrund der Straßenverhältnisse meine Geschwindigkeit. Mein Bruder, der hinter mir fährt, merkt es zu spät, bremst, verliert die Kontrolle über seine Maschine und rutscht mit ca. 80 km/h in mein Motorrad. Er trifft mich auf Höhe der Hinterradachse und fegt mich um. Mein Albtraum! Zum Glück kann er aufstehen und hat genügend Kraft, lauthals zu schimpfen. So schlimm scheint es also nicht zu sein, zumindest was körperliche Schäden angeht.

Dummerweise sind beide Maschinen sind nun fahruntüchtig. Lenker krumm, Gabel verbogen, Fußraste und Bremshebel schief und Bremsleitung gerissen. Mein Motorrad ist verzogen und das Kettenzahnrad komplett verbogen. Die Maschine meines Bruders können wir vor Ort nicht reparieren und zurren es auf dem Anhänger des Begleitfahrzeugs fest. Bei meiner müssen wir die komplette Hinterachse, Rad, Zahnrad etc. ausbauen. Bei 40 Grad in der Wüste schlagen wir das Zahnrad mit einem Eisenrohr auf einem flachen Stein so zurecht, dass wir es wieder einbauen und weiterfahren können.

Für mich bricht eine Welt zusammen. Ich hatte mich so auf diese gemeinsame Tour mit meinem Bruder gefreut. Für ihn ist die Zeit im Sattel allerdings vorbei. Er hat sich beide Handgelenke gestaucht und den Fuß geprellt. Von nun an fährt er im Begleitfahrzeug mit. Diese unschöne Erfahrung kostet uns über zwei Stunden, wir erreichen aber trotzdem noch vor Sonnenuntergang den Campingplatz Sesriem. In dieser Nacht sitzen wir am Lagerfeuer und betrachten den wohl schönsten Sternenhimmel der Welt. Darauf habe ich mich am meisten gefreut. Lagerfeuerromantik, beste Temperaturen, ein atemberaubender Sonnenuntergang. Es ist so schön, dass die meisten von uns beschließen, unterm Sternenhimmel zu schlafen. Nur einige Schnarcher stören die Idylle.

Am kommenden Tag besichtigen wir das sagenhafte Sossusvlei, eine von den Sanddünen der Namibwüste umschlossene Salz-Ton-Pfanne. Die Namibwüste ist die älteste Wüste der Welt, deren höchste Dünen bis zu 380 Meter in den Himmel ragen. Leider dürfen wir mit den Motorrädern den Nationalpark nicht befahren, man befürchtet wohl, dass wir die Dünen hoch und runterfahren könnten.

Am kommenden Tag nehmen wir die C27 Richtung Bethanie. Für mich war dieser Streckenabschnitt durch die atemberaubende Natur der schönste der ganzen Tour. Im Naturschutzgebiet Namib Rand müssen wir anhalten, da vor uns im Tal einige hundert Zebras, Oryx-Antilopen und Springböcke die Straße überqueren und beidseitig der Straße beinahe zum Greifen nahe sind. Wir genießen diesen Anblick etwa eine Stunde, bevor wir weiterfahren. Kurz darauf liefere ich mir mit einem Strauß ein Wettrennen, der parallel zu mir die Straße entlangläuft.

Zur Mittagspause machen wir einen kleinen Abstecher nach Schloss Duwisib. Dieses Schloss wurde vom sächsischen Artillerie-Offizier Hansheinrich von Wolf 1908 erbaut, der mit den deutschen Schutztruppen in Namibia stationiert war. Die mittelalterlich anmutende Burg mitten in der Wüste Namibias ist ein skurriler Anblick und auf jeden Fall einen kleinen Abstecher wert.

Auf unserem Weg über Helmeringshausen nach Bethanie ziehen plötzlich Gewitterwolken auf. Kein Wunder, schließlich ist gerade Regenzeit. Doch was sich nun vom Himmel ergießt, ist mehr als Regen. Innerhalb von Sekunden sind wir vollkommen durchnässt und ich frage mich, warum der Regen so weh tut. Dann merke ich, dass mich erbsengroße Hagelkörner treffen. Die Temperatur fällt binnen einer Minute von 38 auf 14 Grad. Da wir eh bereits nass bis auf die Haut sind, machen wir das Beste aus der Situation und haben richtig Spaß im Regen zu fahren. Der trockene Sandboden kann die Wassermassen nicht aufnehmen und das Wasser steht auf der Schotterpiste zentimeterhoch.

Als wir in Helmeringshausen tanken wollen, stehen wir einem sehr erstaunten Tankwart gegenüber, der uns fragt, was wir wollen. „Volltanken“, sage ich – doch er meint, das gehe nicht. Auf meine Frage, wieso das nicht gehe, antwortet er: „Na, weil es regnet!“ Ich habe lange nicht so gelacht. Regen ist in dieser Gegend wohl selten.


In Bethanie schlafen wir in Namibias erstem und ältestem Hotel. Am Morgen ist der Geldbeutel eines Teilnehmers weg, darin die Kreditkarte, mit der wir alle noch anfallenden Kosten bezahlen wollten. Wir suchen das Gelände ab, jedoch ohne Erfolg. Zur Polizei gehen wir erst gar nicht, aus Erfahrungen weiß ich, dass dies außer Zeitverlust und Ärger nichts bringt. Immerhin konnten wir die Karte noch rechtzeitig sperren.
Von dort aus geht es weiter zum Hobas Campingplatz am Fish River Canyon und gleich weiter zu einem der Aussichtspunkte. Die einzigartige Landschaft, die Wasser und Zeit in den Felsen gegraben haben, ist einfach unglaublich. Der Canyon ist etwa 160 Kilometer lang, bis zu 27 Kilometer breit und stellenweise über einen halben Kilometer tief. Damit gilt er als größte Schlucht Afrikas und nach dem Grand Canyon in den USA als zweitgrößte Schlucht der Welt.

Aus sicherer und somit trockener Entfernung beobachten wir, wie ein Gewitter mit starkem Regenfall über den Canyon hinwegzieht. Wie eine Wand schiebt sich das Unwetter wenige Kilometer weiter an uns vorbei, während wir bei über 30 Grad in der Sonne sitzen – so etwas erlebt man in Deutschland eher selten. Nach einem Picknick genießen wir für den Rest des Nachmittages die Aussicht und schießen tolle Fotos.

Auf unserem Weg nach Keetmanshoop, wo wir eine Einrichtung für Aids-Waisen besuchen wollen, halten wir beim Canyon Roadhouse – eine echte Empfehlung. In dieser einzigartig eingerichteten Raststätte kann man viele Oldtimer und Kuriositäten bewundern, sehr gut essen und zudem übernachten.

Im CarePoint von Christ’s Hope in Keetmanshoop wird uns von den fast einhundert Kindern ein schöner Empfang mit viel Gesang und Tanz bereitet. Die Zeit mit den Kindern in den Einrichtungen gehört für mich zu den wertvollsten Erlebnissen der ganzen Reise. Es ist toll, die Kinder kennenzulernen und zu sehen, mit welcher Freude sie durchs Leben gehen, obwohl sie aus ärmlichsten Verhältnissen kommen. Wir hören viele Geschichten und Schicksale, die uns tief berühren und uns sehr zum Nachdenken über unser Leben, unseren Besitz und unser Verhalten gegenüber weniger Privilegierten anregen.
Ein Junge erzählt, dass seine ältere Schwester an AIDS gestorben ist. Seine Eltern aber erzählten ihm, dass sie davongelaufen sei. Sie war sein ein und alles. Er fühlte sich allein gelassen und trug lange Zeit einen Groll und Hass allen Frauen gegenüber in seinem Herzen. Erst, als er regelmäßig den CarePoint besuchte, konnte er seine Einstellung ändern. Ein anderes Kind berichtet, wie froh es ist, in den CarePoint kommen zu können. Dort bekomme es täglich etwas zu essen. Was für uns Europäer selbstverständlich ist, bedeutet für dieses Kind alles.

Diese Kinder haben sich die Umstände und Orte, in denen sie zur Welt gekommen sind, nicht ausgesucht. Sie können nichts für die Fehler ihrer Eltern, müssen aber die Konsequenzen mittragen. Diese Kinder verdienen Hilfe und ich hoffe, dass wir durch diese Tour einiges bewegen und Spenden für den Neubau eines CarePoint in Namibia zusammenbekommen können.

Nach unserer Zeit in Keetmanshoop steht uns nun der längste Streckenabschnitt der Reise bevor. Über vierhundert Kilometer schnurgerade, langweilige Teerstraße nach Rehoboth. Da keiner von uns dazu Lust hat, beschließen wir den ersten Teil bis Mariental auf einer Schotterpiste zu fahren.

Unterwegs helfen wir einem Pfarrer mit einer Reifenpanne und treffen einige weitere kuriose Reisende. So kommt uns zum Beispiel ein LKW mit mehreren Pferden auf der Ladefläche entgegen. Im dreisitzigen Führerhaus sitzen sechs Reisende. Sie kommen gerade von einem Pferderennen, bei dem einer der jungen Männer den ersten Platz belegt hat.

Da weit und breit keine Tankstelle in Sicht ist, müssen wir zwischendurch unsere Ersatzkanister leeren, sonst würden es die meisten Motorräder nicht bis Mariental schaffen. Wenn man mit dem Motorrad in Namibia unterwegs ist, sollte man stets genügend Wasser und Benzin in Reserve haben, sonst kommt man schnell in lebensbedrohliche Situationen. Ab Mariental geht es auf Teer weiter nach Rehoboth. Dieser Tag ist definitiv der anstrengendste. Als wir endlich ankommen, sind wir alle vollkommen erledigt.

Den Kindern dort machen wir eine Riesenfreude, indem wir mit ihnen auf den Motorrädern eine Runde um den Block fahren. Was für eine Gaudi! Für alle Kinder und auch für die Betreuer ist es das erste Mal, dass sie auf einem Motorrad sitzen. Eines der Kinder, das bei mir mitfährt, jauchzt vor Vergnügen und kann sich vor Begeisterung gar nicht mehr einkriegen. Allein für diesen Moment hat sich die Reise gelohnt. Später bringen wir die Kinder zu Fuß nach Hause. Sie bewältigen jeden Tag die etwa drei Kilometer lange Strecke zum CarePoint zu Fuß. Mit jedem Meter wird die Gegend schlechter, Müll säumt die Straßen und die Häuser bestehen nur noch aus Pappe und flach geschlagenen Ölfässern. Dort leben die Kinder, in Umständen, die uns vollkommen unvorstellbar erscheinen. Tief betroffen und mit neu gefundener Dankbarkeit für das, was wir haben, kehren wir in den CarePoint zurück.

Nach einem weiteren Tag mit Kindern in dem CarePoint in Rehoboth fahren wir zurück zu unserem Ausgangspunkt in Okahandja. Dort lassen wir unser Abenteuer mit einem Besuch des Erindi Game Reserve ausklingen. Wir fahren in zwei offenen Geländewagen mit den Rangers raus in den Busch und können allerlei großes und kleines Wild sehen. Vom kotkugelrollenden Mistkäfer bis hin zum Elefanten ist fast alles dabei. Ein besonderes Highlight sind die drei Löwinnen, denen wir fast dreißig Minuten lang beim Faulenzen und Spielen zusehen.

Dann sind zwei Wochen voller Erlebnisse und Eindrücke auch schon wieder vorbei. Am liebsten würde ich mich gleich wieder aufs Motorrad setzen und Richtung Süden fahren, denn dort ist unser nächstes Ziel. Südafrika, Lesotho und Swaziland wollen wir im Jahr 2019 „erfahren“. Ich plane gedanklich schon die Route und kann es kaum erwarten.

 

Die beeindruckenden Bilder von der Tour gibt es in userer Galerie und die Tagesberichte unserer Tour im Anschluss an diesen Artikel.


Tourberichte vom 13. - 30.03.2017

Donnerstag 30.03.17


Heute ist das offizielle Ende des Ride for Hope Africa. Zum Abschluss sind wir mit dem gesamten Team zum Erindi Game Reserve gefahren, um nun auch noch einige afrikanische Tiere zu sehen.

Wir sind in zwei Safari Fahrzeugen durch die afrikanische Savanne gefahren und waren wieder mal von der Landschaft Afrikas überwältigt.

Wir hatten das Vorrecht verschiedene Gazellen, Giraffen, Elefanten, Flusspferde, Krokodile und das absolute Highlight, Löwen zu sehen.

 

Ein schöner Abschluss zu diesem wunderbaren Einsatz in Namibia. 30.03.2017>> zur Galerie

 

Mittwoch 29.03.17


Am Morgen des 29.03 hatten wir unseren letzten offiziellen Einsatz. Der CarePoint in Okahandja hatte ein Frühstück für Unterstützer und Interessierte unserer Arbeit organisiert. Um 06:30 ging es schon los. Es waren über 60 Leute eingeladen von denen die meisten gekommen sind und die Halle in dem CarePoint „the Rock“ war voll. Wir berichteten von der Arbeit i CarePoint und unserer Reise durch Namibia. Danach blieb noch viel Zeit für Gespräche mit den Gästen.

Später am Vormittag haben wir dann unsere Leih-Motorräder zurück zu Gravel Travel gebracht. Inklusive des Unfallmotorrads. Wir haben uns natürlich schrecklich gefühlt, dass eines der Motorräder so viel Schaden hat, aber Ralf, der Inhaber von Gravel Travel, war sehr verständnisvoll und die Maschine war zum Glück Vollkasko versichert. Wir hoffen und beten nun, dass alles mit der Abwicklung der Versicherung reibungslos läuft.

 

Dienstag 28.03.17


Von Rehoboth sind wir wie gewohnt, früh morgens aufgebrochen um uns auf unseren letzten Streckenabschnitt über Windhoek nach Okahandja zu begeben.

In Windhoek, haben wir angehalten, um unsere dreckigen, staubigen Fahrzeuge abzuspritzen, zu reinigen und zu warten. Von dort aus sind wir nur noch nach Okahandja gefahren und haben dort im Center von Christ’s Hope unsere Ausrüstung ausgepackt, sortiert und gereinigt.

 

Montag 27.03.17


Heute Morgen haben wir nach einer Nacht, in der wir alle von Moskitos geplagt worden sind, mit einigen Pastoren und Geschäftsleuten aus Rehoboth im CarePoint gefrühstückt. Es war schön so viele nette und interessierte Menschen aus der Stadt zu treffen. Mittags haben wir mit den Kindern gegessen, dann dem Programm beigewohnt und sind wir mit den Kindern eine Runde um den Block gefahren.

Anschließend haben wir die Kinder zu Fuß nach Hause begleitet und waren erschüttert über die Verhältnisse, in denen diese Kinder leben Müssen.

Fast alle leben in einfachen Blechhütten ohne Strom oder fließendem Wasser und nicht selten mit bis zu 15 Leuten auf 20 Quadratmetern. Wir waren alle sehr betroffen und einige haben sogar geweint. Das Leid und die Not sind einfach unbeschreiblich. 27.03.2017>> zur Galerie

 

Sonntag 26.03.17

Heute war nicht besonders aufregend. Wir haben uns auf die längste Etappe der Reise nach Rehoboth gemacht. Die ersten 300 Km sind wir auf der Schotterpiste gefahren. Es war lang und anstrengend. Unterwegs mussten wir die Motorräder mit Benzin aus den Kanistern nachfüllen, da wir sonst in der Kalahari liegengeblieben wären. Außerdem haben wir einem liegengebliebenen älteren Mann den geplatzten Reifen gewechselt.

In Mariental haben wir etwas zu Mittag gegessen und sind von dort nochmal 200 km auf der Teer-Straße nach Rehoboth weiter. Das Thermometer zeigte den ganzen Tag 37-40 Grad Celsius an.

Als wir endlich angekommen sind waren wir, die Motorradfahrer fix und fertig und uns alle einig, dass dieser Streckenabschnitt der anstrengendste der ganzen Reise war.

 

Freitag 24.03.17 | Samstag 25.03.17

Heute haben wir morgens unser Lager abgeschlagen und haben uns auf den Weg nach Keetmanshoop gemacht. Unterwegs haben wir noch das Canyon Roadhouse besucht, was auf jeden Fall einen Abstecher wert ist. Dort konnten wir das coole Ambiente und etliche Oldtimer bestaunen.

In Keetmanshoop angekommen, wurden wir lautstark von den Kindern mit Liedern empfangen. Wir haben zusammen mit den Kindern im CarePoint zu Mittag gegessen und danach mit ihnen den Nachmittag verbracht und sie nach Hause begleitet.

 

Abends haben wir dann nur relaxed, da wir so langsam alle wirklich ziemlich fertig sind.

Am Samstag den 25.03 haben die Mitarbeiter des CarePoints für Unterstützer des CarePoints ein Frühstück vorbereitet. Wir haben dann gemeinsam Andacht gehalten, von den Mitarbeitern und den Kindern gehört warum die Arbeit im CarePoint so wichtig ist und anschließend gemeinsam gefrühstückt. Nach diesem offiziellen Teil, kamen alle Kinder in den CarePoint. Wir haben wieder mit Ihnen gespielt und hatten viel Spaß. Nach dem Mittagessen, wollten wir die Kinder eine Runde auf den Motorrädern mitnehmen um ihnen eine Freude zu machen. Leider wurde gleich unser erster Fahrer von der Polizei gestoppt, die es uns dann verboten hat. Nachdem die Kinder nach Hause sind, sind wir mit dem Leiter des CarePoints ins Krankenhaus gefahren um für eins der Kinder aus dem CarePoint zu beten. Das kleine Mädchen, das wir besucht haben hat Aids im Endstadium und Tuberkulose. Das HI Virus ist bei der Geburt von der Mutter an sie übertragen worden und das Mädchen kann nichts dafür. Sie so dort im Sterben liegen zu sehen, hat uns das Herz gebrochen. Wir hoffen und beten auf ein Wunder und das dieses kleine, unschuldige Mädchen wieder gesundwird. Gegen Abend haben wir noch einen kleinen Ausflug zum Köcherbaumwald und zum Giants Playground gemacht und wieder einmal über Gottes vielfältige Schöpfung gestaunt. 24.03.2017>> zur Galerie

 

Donnerstag 23.03.17

Heute sind wir eine kurze und recht unkomplizierte Route zum Hobas Campingplatz am Fishriver Canyon gefahren. Dort angekommen haben wir nur das schriftliche geregelt, unseren Anhänger abgehängt und sind zum Aussichtspunkt des Canyons gefahren.

Dort erwartete uns eine wirklich unglaubliche Aussicht auf den zweitgrößten Canyon der Welt. Man kann gar nicht in Worte fassen wie unglaublich die Aussicht ist. Wir konnten ein ganzes Gewitter über die Ebene ziehen sehen und man konnte genau sehen, wo es geregnet hat. Wir selbst sind dabei gar nicht nass geworden.

 

Wir haben dann noch ausgiebig Fotos gemacht und abends wieder gegrillt und unter freiem Himmel geschlafen. 23.03.2017>> zur Galerie

 

Mittwoch 22.03.17

Heute sind wir von Sesriem nach Bethaie gefahren. Wir sind die C14 entlanggefahren. Diese Strecke führte uns durch die atemberaubende Weite des Namibrand. Wir haben hunderte Zebras, Oryx und Springböcke gesehen und waren einfach nur überwältigt von der Natur die wir sehen durften.

Unser Begleitfahrzeug hatte noch einen zerfetzten Reifen und die Strecke war wieder sehr anspruchsvoll für die Motorradfahrer. Wir sind aber mittlerweile das Fahren auf Schotter und Sand gewohnt und nicht mehr so verkrampft wie am Anfang. Wir genießen die Fahrt in vollen Zügen.

Zum Schluss sind wir noch von extrem starken Hagel und Regen überrascht. Wir haben dann die letzten 100 Km patschnass in Pfützen und Matsch auf der Schotterpiste zurückgelegt und dabei einen Mordsspaß. 22.03.2017>> zur Galerie

 

Montag 20.03.17

Heute war ein guter aber auch ein schlechter Tag. Wir sind zeitig aufgebrochen und bei starkem Wind in die Wüste gefahren. Es war sehr heiß und wir mussten oft anhalten zum Trinken. Nach einem solchen Stop kamen wir an einem tollen Fotomotiv vorbei. Ich bremste etwas ab, da ich die Einfahrt verpasst hatte. Als ich über die Schulter schaute, sah ich nur noch wie einer der anderen Fahrer die Kontrolle über sein Motorrad verlor und ungebremst in mich hineinkrachte. ER traf meine Maschine in Höhe des Hinterrades und riss mich um.

Er hatte einige Abschürfungen und einen geprellten Fuß und gestauchte Handgelenke. Mir ist gar nichts passiert. Die Maschinen allerdings sind beide recht mitgenommen. Seine ist nicht mehr Fahrtüchtig und meine haben wir wieder mehr oder weniger hinbekommen.

Das hat dem ganzen Unternehmen natürlich einen ziemlichen Dämpfer gegeben und es tut mir unendlich leid, dass er momentan nicht fahren kann. Wir sind trotz des Unfalls und eines geplatzten Reifen aber trotzdem abends noch wohlbehalten in Sesriem angekommen. Und haben den Tag beim Grillen unter dem wohl atemberaubendsten Sternenhimmel der Welt ausklingen lassen. 20.03.2017>> zur Galerie

 

Sonntag 19.03.17

Heute, am Sonntag den 19 März haben wir das Team in zwei Gruppen aufgeteilt um in drei verschiedenen Kirchengemeinden in Swakopmund und Walfish Bay von unserem Einsatz zu erzählen.

Ich bin mit meinem Team nach Walfish Bay gegangen wo wir in einer lokalen Gemeinde erst im afrikaans Gottesdienst und danach nochmal im englischen Gottesdienst erzählt haben. Wir konnten danach einige gute Gespräche haben und neue Kontakte knüpfen. Danach haben wir noch ein Foto mit jungen Männern vom „Round Table“ gemacht die uns bei einem Projekt unterstützt haben.

Zum Mittagessen, haben wir ein Picknick gemacht und wollten danach zur Düne 7 und Quad fahren. Dies ist uns allerdings nicht gelungen, da ein Sandsturm aufgezogen ist. Wir haben noch versucht hinzufahren, aber der ca. 50 Grad heiße Wind (kein Witz) der uns Sand aus der Wüste entgegen blies so dass wir die Motorräder nur in extremer Schieflage fahren konnte, hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wir haben also den Rest des Tages ruhig angehen lassen und uns etwas ausgeruht. 19.03.2017>> zur Galerie

 

Samstag 18.03.17

Heute sind wir zeitig nach Swakomund aufgebrochen und haben unterwegs bei einem Schiff angehalten, das recht nahe am Strand Schiffbruch erlitten hat. Dort konnten wir einige schöne Fotos machen. Nachdem wir in unserem Gästehaus eingecheckt haben, sind wir gleich weiter um uns mit einigen Leuten aus Swakopmund zu treffen die uns mit ihren Motorrädern die Gegend zeigen wollten.

Wir sind dann mit Ihnen ins Moonlandscape (Mondlandschaft) gefahren. Einen Teil der Wüste der genauso aussieht. Dort haben recht anspruchsvolles Off-Road fahren gemacht. Es hat mega Spaß gemacht und war eine echte Herausforderung. Aber bei 40 Grad waren wir nach zwei Stunden froh in einer Oase einen schönen Grillnachmittag mit Leuten aus verschiedenen Kirchengemeinden aus Swakopmund zu haben. 18.03.2017>> zur Galerie

 

Freitag 17.03.17

Heute ging es endlich los. Der erste Tag richtig Motorrad fahren. Da wir nicht so viel Teerstraße fahren wollten und alle heiß darauf waren auf die Schotterpiste zu können, haben wir die Rute geändert und sind über Groß Barmen auf die Farmstraßen gefahren. Für viele war es das erste Mal auf Schotterpisten. Was für ein Einstieg und Training! Es waren sehr schlechte Straßen. Sandlöcher, Schotter, riesige Pfützen und Überschwemmungen. Am ersten ausgetrockneten Flussbett ist der erste im weichen Sand gefallen und danach noch alle anderen, bis auf zwei von uns. Wir haben für die ersten 100 Km vier Stunden gebraucht.

Danach sind wir ein Stück Teerstraße gefahren und dann weiter auf Schotter bis zur Spitzkoppe. Das Fahren auf der Schotterpiste geht zwar etwas schneller, aber verlangt einem höchste Konzentration und viel Kraft ab. Es ist wirklich gefährlich.

Die Spitzkoppe, ein Berg in Namibia, ist wirklich beeindrucken und Landschaftlich eine Wucht. Wir wären gerne noch länger dageblieben, musste aber dann doch weiter nach Henties Bay zu unserer Unterkunft für die Nacht. Am Ende des Tages ware wir alle vollkommen erschöpft und froh, als wir endlich ins Bett konnten. Tag 1 Sören Dörr Ride for Hope Afrika>> zur Galerie

 

Donnerstag 16.03.17

Heute Morgen haben wir eine Einweisung für die Tour gemacht, die Begleitfahrzeuge zur Probe gepackt und eine Sicherheitseinweisung bekommen.

Nach dem Mittagessen sind wir dann in einen der CarePoints in Okahandja geafhren und haben dort mit den Kindern gesungen, gelacht und am Programm teilgenommen. Nach der normalen anfänglichen Scheu, sind die Kinder aber schnell aufgetaut und haben mit uns interagiert.

Ein besonderes Highlight war für die Kinder, dass jedes Kind mal eine Runde auf unseren Motorrädern als Beifahrer/in mitfahren durfte. Für alle Kinder und die Erzieher war es das erste Mal auf einem Motorrad und die Kinder hatten eine Mords Gaudi. Tag 1 Sören Dörr Ride for Hope Afrika>> zur Galerie

 

Mittwoch 15.03.17

Heute sind wir früh aufgebrochen um noch einige Besorgungen in Windhoek zu machen und die letzten Leute vom Flughafen abzuholen.

Wir haben noch ein paar 20 Liter Ersatzkanister geholt, um sicherzustellen, dass wir mit den Motorrädern in der Wüste nicht wegen Benzin mangels liegenbleiben.

Danach sind wir zu Gravel Travel Namibia in die Windhoek Mountain Lodge gefahren um vier unserer Motorräder abzuholen. Diese XT 660R sind wir dann zurück nach Okahandja gefahren. Dort sind währenddessen auch die anderen Teilnehmer aus Südafrika angekommen. Nach einem großen „Hallo“ haben wir den Abend noch gemütlich ausklingen lassen. Tag 1 Sören Dörr Ride for Hope Afrika>> zur Galerie

 

Montag 13.03.17

Heute Morgen bin ich nach einer unruhigen Nacht schon um 04:30 Uhr aufgewacht, da mir zu viele Dinge im Kopf rumgingen. All die Dinge die noch zu tun sind…..

Nachdem ich zwei Stunden am Computer gesessen und gearbeitet habe, konnte ich dann doch nochmal eine Runde schlafen. Nach dem Aufstehen, habe ich etwas an meinem Motorrad gearbeitet und die Batterie eingebaut und es endlich zum Laufen gebracht.

Ich musste es natürlich sofort zu einer Probefahrt ausführen. Das Fazit ist: „ Es wird warm und das Fahren auf Schotter und Sand ist sehr gewöhnungsbedürftig und nicht ungefährlich.

Später sind wir (Karl & Sören) nach Windhoek gefahren um Essen, Getränke und was wir sonst noch für die Expedition brauchten zu kaufen. Anschließend haben wir noch Orlando und Bram aus Belgien vom Flughafen abgeholt, damit sie zum Team da zustoßen können. Tag 1 Sören Dörr Ride for Hope Afrika>> zur Galerie